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Bildung & Karriere

2. Oktober 2026

Business Networking: So bauen Sie ein starkes berufliches Netzwerk auf

Ein neuer Beruf, eine andere Branche oder der Wiedereinstieg nach einer längeren Pause: Berufliche Veränderungen bringen viele Chancen mit sich – aber auch die Herausforderung, sich in einem neuen Umfeld zu orientieren. Neben Fachwissen und passenden Qualifikationen spielt dabei ein Faktor eine wichtige Rolle: Business Networking.


Ein gutes berufliches Netzwerk kann dabei helfen, interessante Menschen kennenzulernen, Einblicke in eine Branche zu gewinnen, von Erfahrungen anderer zu profitieren und auf berufliche Möglichkeiten aufmerksam zu werden. Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Kontakte zu sammeln. Entscheidend ist vielmehr, echte und langfristige Beziehungen aufzubauen.


Doch wie funktioniert Business Networking eigentlich? Wie findet man die richtigen Kontakte? Und wie gelingt Networking, wenn man gerade erst in einen neuen Beruf einsteigt?


In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie Schritt für Schritt ein berufliches Netzwerk aufbauen können und welche Networking-Methoden sich besonders für Berufseinsteiger, Quereinsteiger und Menschen in der beruflichen Neuorientierung eignen.

Was ist Business Networking?

Business Networking bezeichnet den gezielten Aufbau und die Pflege beruflicher Kontakte. Menschen aus unterschiedlichen Unternehmen, Branchen und Fachbereichen tauschen sich aus, teilen Erfahrungen, geben Empfehlungen oder unterstützen sich gegenseitig.

Networking kann persönlich, telefonisch oder digital stattfinden. Ein Gespräch auf einer Veranstaltung gehört ebenso dazu wie eine Nachricht über LinkedIn, ein Austausch mit ehemaligen Kolleginnen und Kollegen oder die Teilnahme an einem Fachseminar.

Dabei ist Business Networking mehr als klassisches „Kontakte sammeln“. Ein großes Netzwerk mit hunderten oder tausenden Kontakten ist nicht automatisch wertvoll. Viel wichtiger sind relevante Kontakte, gegenseitiges Vertrauen und regelmäßiger Austausch.

Gerade beim Einstieg in einen neuen Beruf kann Networking eine wichtige Ergänzung zu klassischen Bewerbungsstrategien sein.

Warum ist ein berufliches Netzwerk so wichtig?

Wer sich beruflich verändern möchte, konzentriert sich häufig zunächst auf Stellenanzeigen, Bewerbungsunterlagen und Vorstellungsgespräche. Das sind wichtige Bestandteile der Jobsuche – aber nicht die einzigen Möglichkeiten, berufliche Chancen zu entdecken.

Viele interessante Informationen entstehen dort, wo Menschen miteinander sprechen: in Fachgruppen, bei Veranstaltungen, in Weiterbildungen, auf Karrieremessen oder in beruflichen Online-Netzwerken.

Ein berufliches Netzwerk kann beispielsweise dabei helfen:

  • Kontakte zu Unternehmen und Fachkräften aufzubauen

  • einen besseren Einblick in bestimmte Berufsfelder zu bekommen

  • Informationen über aktuelle Entwicklungen in einer Branche zu erhalten

  • von Erfahrungen anderer zu profitieren

  • Empfehlungen und Hinweise auf interessante Stellen zu bekommen

  • die eigene berufliche Sichtbarkeit zu erhöhen

  • neue Kooperationsmöglichkeiten zu entdecken

  • langfristig berufliche Beziehungen aufzubauen

  • mehr Sicherheit beim Einstieg in ein neues Berufsfeld zu gewinnen


Besonders interessant ist Networking deshalb für Menschen, die noch nicht über ein großes Netzwerk in ihrer neuen Branche verfügen.

Networking beim Berufseinstieg: Warum Kontakte besonders hilfreich sein können

Wer neu in einen Beruf einsteigt, hat häufig ein Problem: Für viele Stellen werden Berufserfahrung und Branchenkenntnisse erwartet – gleichzeitig braucht man zunächst die Gelegenheit, genau diese Erfahrungen zu sammeln.

Hier kann ein berufliches Netzwerk Orientierung bieten.

Ein Gespräch mit einer Person, die bereits in der gewünschten Branche arbeitet, kann beispielsweise Fragen beantworten, die sich aus einer Stellenanzeige allein nicht ergeben:

  • Welche Kenntnisse sind in diesem Beruf tatsächlich wichtig?

  • Welche Software oder Methoden werden im Arbeitsalltag verwendet?

  • Welche Fähigkeiten suchen Unternehmen?

  • Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?

  • Welche Weiterbildung kann sinnvoll sein?

  • Welche Einstiegsmöglichkeiten gibt es?

  • Worauf sollte man bei Bewerbungen achten?


Networking ersetzt dabei weder Qualifikation noch Berufserfahrung. Es kann aber helfen, besser zu verstehen, wie eine Branche funktioniert und wo die eigenen Fähigkeiten gefragt sind.

Gerade nach einer Weiterbildung oder bei einem Quereinstieg kann dieser Austausch besonders wertvoll sein.

Wie baut man ein berufliches Netzwerk auf?

Ein gutes Netzwerk entsteht normalerweise nicht innerhalb weniger Tage. Erfolgreiches Networking ist vielmehr ein Prozess. Wer systematisch vorgeht, muss dafür nicht besonders extrovertiert sein.

1. Definieren Sie zunächst Ihr berufliches Ziel

Bevor Sie mit dem Networking beginnen, sollten Sie sich fragen:

Wen möchte ich eigentlich kennenlernen – und warum?

Wenn Sie beispielsweise nach einer Weiterbildung in die IT wechseln möchten, ist es sinnvoller, gezielt Kontakte aus den entsprechenden Fachbereichen aufzubauen, als wahllos möglichst viele Menschen zu kontaktieren.

Überlegen Sie:

  • In welcher Branche möchte ich arbeiten?

  • Welche konkrete Position interessiert mich?

  • Welche Unternehmen kommen infrage?

  • Welche Fachkenntnisse möchte ich vertiefen?

  • Welche Menschen könnten mir Einblicke in diesen Bereich geben?


Je konkreter das Ziel, desto einfacher wird Networking.

Beispiel

Statt:

„Ich möchte neue berufliche Kontakte knüpfen.“

ist ein konkreteres Ziel:

„Ich möchte innerhalb der nächsten drei Monate fünf Personen kennenlernen, die im Bereich UX/UI arbeiten, und dadurch mehr über typische Einstiegsmöglichkeiten erfahren.“

So wird aus einem abstrakten Vorhaben ein konkreter Plan.

2. Beginnen Sie mit Ihrem bestehenden Netzwerk

Beim Thema Networking denken viele Menschen sofort an unbekannte Personen auf LinkedIn oder große Branchenveranstaltungen.

Dabei liegt der erste Schritt häufig viel näher.

Überlegen Sie, welche Menschen Sie bereits kennen:

  • ehemalige Kolleginnen und Kollegen

  • ehemalige Mitschülerinnen und Mitschüler

  • Freundinnen und Freunde

  • Bekannte

  • ehemalige Vorgesetzte

  • Dozentinnen und Dozenten

  • Personen aus Weiterbildungen

  • Geschäftspartner

  • Menschen aus Vereinen oder anderen Gruppen


Vielleicht befindet sich bereits jemand in Ihrem Umfeld, der in Ihrer gewünschten Branche arbeitet oder jemanden kennt, der dort tätig ist.

Ein Netzwerk muss also nicht bei null beginnen.

3. Nutzen Sie Weiterbildungen als Networking-Chance

Eine Weiterbildung vermittelt nicht nur Fachwissen. Sie bringt Menschen mit ähnlichen beruflichen Interessen zusammen.

Gerade für Menschen in der beruflichen Neuorientierung kann das interessant sein. Andere Teilnehmerinnen und Teilnehmer befinden sich möglicherweise in einer ähnlichen Situation, arbeiten bereits in der Branche oder bringen Erfahrungen aus anderen Berufsfeldern mit.

Auch Dozentinnen und Dozenten können interessante Gesprächspartner sein. Sie verfügen häufig über Praxiserfahrung und kennen Entwicklungen in ihrem jeweiligen Fachgebiet.

Nutzen Sie deshalb die Gelegenheit für Gespräche – nicht nur über Kursinhalte, sondern auch über:

  • berufliche Erfahrungen

  • aktuelle Entwicklungen

  • Einstiegsmöglichkeiten

  • typische Anforderungen im Beruf

  • interessante Unternehmen

  • relevante Fachveranstaltungen

  • empfehlenswerte Lernressourcen


So kann aus einem kurzen Austausch langfristig ein wertvoller beruflicher Kontakt entstehen.

4. Bauen Sie Ihre Online-Präsenz auf

Für Business Networking sind berufliche Online-Netzwerke besonders relevant. Ein professionell gepflegtes Profil kann dabei helfen, von anderen Fachkräften und Unternehmen gefunden zu werden.

Achten Sie insbesondere auf:

Ein aussagekräftiges Profil

Ihr Profil sollte auf den ersten Blick zeigen:

  • Wer sind Sie?

  • Was können Sie?

  • In welchem Bereich möchten Sie arbeiten?

  • Welche beruflichen Ziele verfolgen Sie?


Gerade bei einem Quereinstieg ist es sinnvoll, den bisherigen beruflichen Weg nicht einfach zu verstecken. Stattdessen können Sie zeigen, welche übertragbaren Kompetenzen Sie aus Ihrer bisherigen Tätigkeit mitbringen.

Ein professionelles Foto

Ein freundliches und professionelles Profilbild erleichtert die persönliche Zuordnung und vermittelt einen ersten Eindruck.

Eine klare Beschreibung

Statt allgemeiner Aussagen wie „motiviert, zuverlässig und teamfähig“ ist es sinnvoller, konkrete Kenntnisse und berufliche Schwerpunkte zu nennen.

Beispielsweise:

„Weiterbildung im Bereich Digital Marketing mit Schwerpunkt SEO, Content Marketing und Social Media. Auf der Suche nach einem Einstieg in ein digitales Marketingteam.“

Eine solche Beschreibung macht deutlich, wonach Sie suchen.

5. Vernetzen Sie sich gezielt statt wahllos

Eine häufige Networking-Frage lautet: Soll ich möglichst vielen Menschen eine Kontaktanfrage schicken?

Die Anzahl allein ist kein gutes Ziel.

Besser ist es, gezielt Personen auszuwählen, die einen Bezug zu Ihren beruflichen Interessen haben.

Das können sein:

  • Fachkräfte aus Ihrer Zielbranche

  • Recruiterinnen und Recruiter

  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter interessanter Unternehmen

  • Führungskräfte

  • Fachautorinnen und Fachautoren

  • Referentinnen und Referenten

  • Dozentinnen und Dozenten

  • ehemalige Kolleginnen und Kollegen


Noch besser wird eine Kontaktanfrage, wenn Sie kurz erklären, warum Sie sich vernetzen möchten.

Zum Beispiel:

„Hallo Frau Müller, ich beschäftige mich aktuell intensiv mit dem Einstieg in den Bereich UX/UI und bin auf Ihre Beiträge zu diesem Thema aufmerksam geworden. Ich würde mich freuen, mich mit Ihnen zu vernetzen.“

Das wirkt persönlicher als eine völlig unkommentierte Anfrage.

Networking richtig angehen: Erst geben, dann nehmen

Einer der wichtigsten Grundsätze beim Business Networking lautet:

Networking ist keine Einbahnstraße.

Wer einen neuen Kontakt ausschließlich mit der Frage anschreibt, ob dieser ihm einen Job vermitteln kann, wird häufig wenig Resonanz erhalten.

Besser ist ein langfristiger Ansatz.

Sie können beispielsweise:

  • interessante Beiträge kommentieren

  • Fachwissen teilen

  • hilfreiche Informationen weitergeben

  • Veranstaltungen empfehlen

  • anderen bei Fragen weiterhelfen

  • sich für einen hilfreichen Hinweis bedanken

  • interessante Inhalte weiterempfehlen


So entsteht mit der Zeit ein echter Austausch.

Warum Authentizität beim Networking wichtig ist

Networking kann sich für viele Menschen zunächst künstlich oder unangenehm anfühlen. Besonders dann, wenn man glaubt, sich ständig selbst „verkaufen“ zu müssen.

Das ist nicht notwendig.

Ein gutes Gespräch muss nicht mit einer perfekten Selbstpräsentation beginnen. Oft reicht eine ehrliche Frage:

„Ich interessiere mich gerade für den Einstieg in diesen Bereich. Wie sind Sie eigentlich zu Ihrem Beruf gekommen?“

Oder:

„Welche Kenntnisse würden Sie jemandem empfehlen, der gerade in diese Branche einsteigen möchte?“

Menschen erzählen häufig gerne von ihren eigenen Erfahrungen. Echtes Interesse ist deshalb eine gute Grundlage für Networking.

7 Methoden für erfolgreiches Business Networking

Es gibt nicht die eine richtige Networking-Methode. Je nach Persönlichkeit und beruflichem Ziel können unterschiedliche Wege sinnvoll sein.

1. Networking auf Fachveranstaltungen

Messen, Konferenzen, Workshops, Meet-ups und Branchentreffen bieten ideale Möglichkeiten, neue Menschen kennenzulernen.

Ein wichtiger Tipp:

Setzen Sie sich nicht das Ziel, an einem Abend 30 neue Kontakte zu sammeln.

Nehmen Sie sich lieber vor, zwei oder drei interessante Gespräche zu führen.

Nach dem Gespräch können Sie den Kontakt anschließend online vertiefen.

2. LinkedIn und andere berufliche Netzwerke

Digitale Netzwerke ermöglichen es, auch über den eigenen Wohnort hinaus Kontakte aufzubauen.

Interessant sind beispielsweise:

  • Personen aus Ihrer Zielbranche

  • Unternehmen, bei denen Sie gerne arbeiten würden

  • Fachgruppen

  • relevante Hashtags und Themen

  • Beiträge von Expertinnen und Experten

Dabei gilt: Nicht nur konsumieren, sondern mitmachen.

Ein sinnvoller Kommentar unter einem Fachbeitrag kann beispielsweise der Beginn eines neuen Kontakts sein.

3. Alumni-Netzwerke

Auch frühere Ausbildungsstätten, Hochschulen oder Weiterbildungsanbieter können Ausgangspunkt für Networking sein.

Menschen mit einem ähnlichen Bildungsweg haben bereits einen gemeinsamen Bezugspunkt. Das erleichtert häufig den ersten Kontakt.

4. Networking in Kursen und Weiterbildungen

Wer sich beruflich neu orientiert, sollte die Menschen im eigenen Lernumfeld nicht unterschätzen.

Vielleicht sitzt die Person, mit der Sie heute gemeinsam lernen, morgen in einem Unternehmen, das gerade eine passende Stelle ausschreibt.

Das bedeutet nicht, dass jeder Kontakt unmittelbar zu einem Job führen muss. Es geht vielmehr darum, langfristige berufliche Beziehungen entstehen zu lassen.

5. Informative Gespräche

Eine besonders gute Methode für Berufseinsteiger ist das sogenannte informelle Karrieregespräch.

Dabei bitten Sie eine Person aus Ihrer Zielbranche nicht um einen Job, sondern um einen kurzen Erfahrungsaustausch.

Zum Beispiel:

„Ich interessiere mich für einen Einstieg in den Bereich Digital Marketing. Hätten Sie vielleicht 15 Minuten Zeit, mir zu erzählen, welche Fähigkeiten in Ihrem Arbeitsalltag besonders wichtig sind?“

Das Ziel ist Information – nicht sofort eine Bewerbung.

6. Branchen- und Fachgruppen

Viele Branchen verfügen über Fachgruppen, Communities oder regelmäßige Treffen.

Hier können Sie Menschen kennenlernen, die ähnliche Interessen haben.

Besonders sinnvoll sind Gruppen, in denen tatsächlich diskutiert und Wissen ausgetauscht wird.

7. Empfehlungen nutzen

Wenn Sie einen guten Kontakt aufgebaut haben, können Sie nach einiger Zeit auch fragen:

„Kennen Sie vielleicht noch jemanden, mit dem ich mich zu diesem Thema austauschen könnte?“

So kann sich Ihr Netzwerk Schritt für Schritt erweitern.

Networking für Quereinsteiger: So gelingt der Einstieg in eine neue Branche

Ein Quereinstieg bringt eine besondere Herausforderung mit sich: Man muss häufig gleichzeitig zeigen, dass man über relevante Kompetenzen verfügt, und erklären können, warum man sich beruflich neu orientiert.

Networking kann dabei helfen, die eigene Geschichte verständlicher zu machen.

Statt den bisherigen Berufsweg als Nachteil zu betrachten, lohnt sich die Frage:

Welche Erfahrungen aus meinem bisherigen Beruf sind auch in meinem neuen Beruf relevant?

Dazu können beispielsweise gehören:

  • Kundenkommunikation

  • Projektmanagement

  • Organisation

  • analytisches Denken

  • Teamarbeit

  • kaufmännisches Verständnis

  • Kreativität

  • technische Kenntnisse

  • Führungserfahrung

  • Problemlösung


Im Networking können Sie genau diese Verbindung erklären.

Beispiel:

„Ich habe mehrere Jahre im Kundenservice gearbeitet und mich anschließend im Bereich Digital Marketing weitergebildet. Besonders interessant finde ich die Verbindung aus Kundenverständnis und datenbasiertem Marketing.“

Damit entsteht ein nachvollziehbares berufliches Profil.

Wie spricht man Menschen beim Networking an?

Viele Menschen scheitern nicht am Networking selbst, sondern an der ersten Kontaktaufnahme.

Dabei muss ein Gespräch nicht kompliziert beginnen.

Auf einer Veranstaltung

„Hallo, ich bin Anna. Ich bin heute zum ersten Mal bei dieser Veranstaltung. Wie sind Sie auf das Event aufmerksam geworden?“

Online

„Hallo Herr Schneider, ich bin gerade dabei, mich beruflich in Richtung Webentwicklung zu orientieren und bin auf Ihren Beitrag zu Frontend-Entwicklung gestoßen. Besonders interessant fand ich Ihren Punkt zu …“

Nach einer Veranstaltung

„Vielen Dank für das interessante Gespräch gestern beim Branchentreffen. Ihren Hinweis auf den Bereich UX Research fand ich besonders hilfreich. Ich würde mich freuen, wenn wir in Kontakt bleiben.“

Der wichtigste Punkt: Nicht versuchen, besonders clever zu klingen. Lieber konkret und authentisch sein.

Typische Fehler beim Business Networking

Networking kann viel bewirken – wenn es richtig eingesetzt wird. Einige Fehler sollten Sie jedoch vermeiden.

Zu viele Kontakte sammeln

Eine lange Kontaktliste bedeutet nicht automatisch ein starkes Netzwerk.

Qualität ist wichtiger als Quantität.

Nur dann Kontakt aufnehmen, wenn man etwas braucht

Wer sich jahrelang nicht meldet und dann plötzlich nach einem Job fragt, wird möglicherweise weniger Erfolg haben.

Netzwerkpflege sollte deshalb regelmäßig stattfinden.

Zu schnell nach einem Job fragen

Gerade beim ersten Kontakt sollte nicht die eigene Jobsuche im Mittelpunkt stehen.

Beginnen Sie lieber mit einem fachlichen Austausch.

Sich verstellen

Networking funktioniert langfristig besser, wenn Sie nicht versuchen, eine Rolle zu spielen.

Sie müssen nicht besonders laut, extrovertiert oder überzeugend auftreten.

Auch ruhige Menschen können sehr gut netzwerken – beispielsweise durch persönliche Gespräche, gezielte Nachrichten oder fachliche Beiträge.

Nur online netzwerken

Digitale Plattformen sind hilfreich, aber persönliche Begegnungen bleiben ebenfalls wertvoll.

Ein kurzes Gespräch bei einem Workshop kann manchmal mehr Nähe schaffen als zahlreiche Online-Kontakte.

Nach dem ersten Gespräch nicht mehr melden

Ein Kontakt wird erst dann zu einem Netzwerk, wenn der Austausch weitergeht.

Deshalb:

Nachfassen nicht vergessen.

Networking muss nicht jeden Tag stattfinden

Viele Menschen denken beim Thema Networking an ständige Aktivität: täglich Beiträge schreiben, Veranstaltungen besuchen und neue Menschen kontaktieren.

Das ist nicht notwendig.

Schon ein kleiner, regelmäßiger Aufwand kann langfristig einen Unterschied machen.

Eine einfache Networking-Routine könnte beispielsweise so aussehen:

Jede Woche

15 Minuten: Zwei interessante Fachbeiträge lesen.

15 Minuten: Einen sinnvollen Kommentar schreiben.

15 Minuten: Einen bestehenden Kontakt pflegen.

15 Minuten: Einen neuen relevanten Kontakt suchen.

15 Minuten: Eine interessante Veranstaltung oder Fachgruppe recherchieren.

Das sind nur etwa 75 Minuten pro Woche.

Entscheidend ist nicht die Menge, sondern die Regelmäßigkeit.

Eine einfache Networking-Strategie für den Berufseinstieg

Wer gerade einen neuen Beruf sucht, kann beispielsweise nach diesem 5-Schritte-Modell vorgehen:

Schritt 1: Ziel definieren

Legen Sie fest, in welcher Branche und in welcher Position Sie arbeiten möchten.

Schritt 2: Profil schärfen

Formulieren Sie klar, welche Kenntnisse und Erfahrungen Sie mitbringen.

Schritt 3: 20 relevante Personen recherchieren

Suchen Sie Fachkräfte, Unternehmen, Recruiterinnen und Recruiter oder andere Personen, die zu Ihrem beruflichen Ziel passen.

Schritt 4: Beziehungen aufbauen

Kontaktieren Sie zunächst einige Personen persönlich und mit einem konkreten Anlass.

Schritt 5: Kontakte pflegen

Bleiben Sie im Austausch, teilen Sie interessante Inhalte und melden Sie sich gelegentlich.

So entsteht nach und nach ein Netzwerk, das Sie bei Ihrer beruflichen Entwicklung begleiten kann.

Networking und Weiterbildung: Wissen trifft Kontakte

Gerade bei einer beruflichen Neuorientierung sollten fachliche Qualifikation und Networking zusammengedacht werden.

Eine Weiterbildung kann das notwendige Fachwissen vermitteln und gleichzeitig neue Möglichkeiten schaffen, mit Menschen aus dem beruflichen Umfeld in Kontakt zu kommen.

Das gilt besonders für Bereiche, in denen sich Anforderungen und Technologien schnell verändern. Wer beispielsweise Kenntnisse in IT, KI, Marketing, Digital Sales, Webentwicklung, UX/UI, Medien oder Design aufbaut, kann Networking nutzen, um zusätzlich ein besseres Verständnis für die Praxis zu entwickeln.

Dabei sollte die Weiterbildung nicht als Ersatz für Networking verstanden werden – und Networking nicht als Ersatz für Qualifikation.

Beides ergänzt sich:

Fachwissen zeigt, was Sie können.
Networking hilft Ihnen dabei, sichtbar zu werden und berufliche Zusammenhänge kennenzulernen.

Business Networking: 10 Tipps auf einen Blick

Zum Abschluss die wichtigsten Tipps kompakt zusammengefasst:

  1. Definieren Sie Ihr berufliches Ziel.

  2. Beginnen Sie mit bestehenden Kontakten.

  3. Nutzen Sie Weiterbildungen zum Kennenlernen neuer Menschen.

  4. Pflegen Sie ein professionelles Online-Profil.

  5. Vernetzen Sie sich gezielt statt wahllos.

  6. Zeigen Sie echtes Interesse an anderen Menschen.

  7. Geben Sie etwas zurück, statt nur Unterstützung zu erwarten.

  8. Nehmen Sie nach Gesprächen wieder Kontakt auf.

  9. Pflegen Sie Ihr Netzwerk regelmäßig.

  10. Bleiben Sie authentisch.

Fazit: Ein gutes Netzwerk entsteht Schritt für Schritt

Business Networking bedeutet nicht, möglichst viele Visitenkarten zu sammeln oder möglichst viele Kontakte in sozialen Netzwerken zu haben.

Es geht darum, Beziehungen aufzubauen, Wissen auszutauschen und langfristig miteinander verbunden zu bleiben.

Gerade beim Einstieg in einen neuen Beruf kann ein gutes Netzwerk dabei helfen, die eigene Branche besser kennenzulernen, berufliche Anforderungen zu verstehen und neue Perspektiven zu entdecken.

Wer sich beruflich neu orientiert, sollte Networking deshalb als langfristigen Bestandteil der eigenen Karriereplanung betrachten. Eine gute Kombination aus Qualifikation, Praxiserfahrung, professionellem Auftreten und einem wachsenden beruflichen Netzwerk schafft eine solide Grundlage für den nächsten Karriereschritt.

Bereit für den nächsten beruflichen Schritt?

Eine berufliche Neuorientierung beginnt häufig mit der richtigen Qualifikation. Mit einer passenden Weiterbildung können Sie Ihre Kenntnisse gezielt erweitern und sich auf neue berufliche Aufgaben vorbereiten.

Die cimdata Bildungsakademie bietet Weiterbildungen in verschiedenen Bereichen – unter anderem in IT, KI, Marketing & Digital Sales, Medien & Design, Webdesign & Webentwicklung, UX/UI sowie weiteren zukunftsorientierten Fachgebieten.

Auch beim Thema Bewerbung und Berufseinstieg kann Unterstützung sinnvoll sein: Von der Optimierung der Bewerbungsunterlagen über Bewerbungstraining bis zur persönlichen Karriereberatung gibt es verschiedene Möglichkeiten, den eigenen Einstieg in den Arbeitsmarkt gezielt vorzubereiten.

Informieren Sie sich über die Weiterbildungen von cimdata und finden Sie heraus, welcher nächste Schritt zu Ihren beruflichen Zielen passt.

Autor:in

Katharina Leu

Katharina hat Kommunikationsdesign studiert und mehrere Jahre als Designerin gearbeitet, wodurch sie ein feines Gespür für visuelle Kommunikation entwickelte.

Als Bildungsberaterin begleitete sie später Arbeitssuchende bei Orientierung und Karrierefragen, was ihr Interesse an Bildungs- und Entwicklungsthemen prägte.

Heute arbeitet sie im Marketing und erstellt Inhalte zu Bildung, Förderung sowie Job und Karriere – verständlich, relevant und praxisnah.

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