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Weiterbildung

31. Juli 2026

UI und UX: Unterschied einfach erklärt – unverzichtbar für digitale Produkte

Wer sich mit Webdesign, App-Entwicklung oder digitalen Produkten beschäftigt, stößt früher oder später auf die Begriffe UI (User Interface) und UX (User Experience). Oft werden beide Begriffe in einem Atemzug genannt oder sogar synonym verwendet. Tatsächlich beschreiben sie jedoch unterschiedliche Bereiche der digitalen Produktentwicklung.


Doch was genau ist der Unterschied zwischen UI und UX? Warum suchen Unternehmen gezielt nach UX/UI-Designer:innen? Und welche Rolle spielen moderne KI-Tools bei der Gestaltung digitaler Nutzererlebnisse?


In diesem Beitrag erklären wir die Unterschiede zwischen UI und UX verständlich, zeigen aktuelle Entwicklungen im Designbereich und geben Einblicke in die UX/UI-Designer:in Weiterbildung der cimdata Bildungsakademie, die praxisnah auf die Anforderungen der modernen Digitalbranche vorbereitet.

Was bedeutet UX?

UX steht für User Experience, also das Nutzererlebnis oder die Nutzererfahrung.

Dabei geht es um die Frage:

Wie fühlt sich die Nutzung eines digitalen Produkts für den Anwender an?

Eine gute User Experience sorgt dafür, dass Nutzer ihre Ziele schnell, intuitiv und ohne Frustration erreichen können. Dabei spielen zahlreiche Faktoren eine Rolle:

  • Benutzerfreundlichkeit

  • Verständliche Navigation

  • Schnelle Ladezeiten

  • Logische Abläufe

  • Barrierefreiheit

  • Vertrauen und Sicherheit

  • Positive emotionale Wahrnehmung


UX beginnt lange bevor das eigentliche Design entsteht. UX-Designer analysieren Zielgruppen, erforschen Nutzerbedürfnisse und entwickeln Konzepte für digitale Produkte.

Beispiel für UX

Stellen Sie sich vor, Sie möchten online einen Flug buchen.

Eine gute User Experience bedeutet:

  • Sie finden sofort die Suchfunktion.

  • Der Buchungsprozess ist verständlich aufgebaut.

  • Es gibt keine unnötigen Schritte.

  • Fehlermeldungen helfen weiter.

  • Die Buchung funktioniert problemlos auf Smartphone und Desktop.


Der Nutzer erreicht sein Ziel schnell und unkompliziert.

Was bedeutet UI?

UI steht für User Interface, also die Benutzeroberfläche.

Hier geht es um alles, was Nutzer tatsächlich sehen und bedienen:

  • Farben

  • Buttons

  • Menüs

  • Formulare

  • Icons

  • Typografie

  • Layouts

  • Animationen


Während UX die gesamte Nutzererfahrung betrachtet, konzentriert sich UI auf die visuelle und interaktive Gestaltung der Oberfläche.

Beispiel für UI

Bei derselben Flugbuchungsplattform beschäftigt sich das UI-Design mit Fragen wie:

  • Welche Farbe haben die Buttons?

  • Wie groß sind die Schaltflächen?

  • Welche Schriftarten werden verwendet?

  • Wie werden Informationen dargestellt?

  • Wie sehen Animationen und Übergänge aus?


UI-Designer sorgen dafür, dass digitale Produkte professionell, ansprechend und leicht bedienbar wirken.

Der Unterschied zwischen UI und UX auf einen Blick

Viele vergleichen UX und UI mit dem Bau eines Hauses:


UX ist der Grundriss

UX entscheidet darüber:

  • Wie viele Räume es gibt

  • Wo Türen und Fenster platziert werden

  • Wie Menschen sich im Haus bewegen


UI ist die Inneneinrichtung

UI bestimmt:

  • Welche Farben verwendet werden

  • Welche Möbel im Raum stehen

  • Wie die Räume gestaltet sind


Ein Haus kann wunderschön eingerichtet sein. Wenn die Räume jedoch unpraktisch angeordnet sind, entsteht trotzdem keine gute Nutzererfahrung.

Genauso gilt:

Ein gutes UI allein reicht nicht aus. Erst die Kombination aus durchdachter UX und ansprechendem UI macht digitale Produkte erfolgreich.

Warum UX und UI für Unternehmen immer wichtiger werden

Die Digitalisierung sorgt dafür, dass Unternehmen zunehmend über digitale Kanäle mit Kunden kommunizieren.

Websites, Apps, Kundenportale und Online-Shops sind oft der erste Kontaktpunkt zwischen Unternehmen und Nutzern.

Die Folgen:


Nutzer haben hohe Erwartungen

Digitale Produkte werden ständig mit den besten Anwendungen am Markt verglichen.

Wer heute eine Website oder App nutzt, erwartet:

  • einfache Bedienung

  • schnelle Reaktionszeiten

  • moderne Gestaltung

  • nahtlose Nutzerführung


Schlechte UX kostet Umsatz

Studien zeigen regelmäßig, dass Nutzer Websites und Apps verlassen, wenn sie kompliziert oder unübersichtlich sind.

Eine schlechte User Experience kann daher direkt zu:

  • geringeren Verkaufszahlen

  • weniger Leads

  • schlechteren Conversion-Raten

  • negativer Markenwahrnehmung


führen.


Gute UX schafft Wettbewerbsvorteile

Unternehmen investieren deshalb verstärkt in UX- und UI-Design, um digitale Produkte erfolgreicher zu machen und Kunden langfristig zu binden.

UX/UI-Designer:innen: Die Schnittstelle zwischen Mensch und Technologie

UX/UI-Designer:innen verbinden Kreativität, Psychologie und Technologie.

Sie sorgen dafür, dass digitale Produkte nicht nur funktionieren, sondern auch gerne genutzt werden.

Typische Aufgaben sind:


Nutzeranalyse

  • Zielgruppen verstehen

  • Nutzerbedürfnisse erforschen

  • User Journeys entwickeln


Konzeption

  • Informationsarchitekturen erstellen

  • Wireframes entwickeln

  • Navigationskonzepte planen


Prototyping

  • Klickbare Prototypen erstellen

  • Nutzerflüsse testen

  • Ideen frühzeitig validieren


Interface Design

  • Visuelle Gestaltung entwickeln

  • Designsysteme aufbauen

  • Komponenten und UI-Kits erstellen


Usability Testing

  • Nutzerfeedback auswerten

  • Optimierungspotenziale identifizieren

  • Designs verbessern

Die Rolle von KI im modernen UX/UI-Design

Künstliche Intelligenz verändert aktuell auch die Designbranche.

Viele Designer fragen sich ähnlich wie Entwickler:

Wird KI Designer ersetzen?

Die Antwort lautet auch hier: Nein.

KI übernimmt vor allem unterstützende Aufgaben:

  • Ideenfindung

  • Erstellung von Designvarianten

  • Bildgenerierung

  • Content-Vorschläge

  • Prototyping-Unterstützung

  • Automatisierung von Routineaufgaben


Die eigentlichen Designentscheidungen bleiben jedoch menschlich.

Denn gute UX entsteht nicht allein durch schöne Oberflächen. Sie basiert auf Empathie, Nutzerverständnis, strategischem Denken und der Fähigkeit, komplexe Probleme zu lösen.

Gerade deshalb werden Designer:innen künftig verstärkt zu strategischen Gestaltern digitaler Produkte.

Warum Figma heute zum Standard im UX/UI-Design gehört

Wer im UX/UI-Bereich arbeitet, kommt an Figma kaum vorbei.

Die cloudbasierte Designplattform hat sich in den vergangenen Jahren zum Branchenstandard entwickelt.

Mit Figma lassen sich:

  • Wireframes erstellen

  • Benutzeroberflächen gestalten

  • Prototypen entwickeln

  • Animationen erstellen

  • Designsysteme verwalten

  • Entwickler-Workflows unterstützen


Besonders die Integration moderner KI-Funktionen eröffnet neue Möglichkeiten für effiziente Designprozesse.

UX/UI-Designer:in Weiterbildung bei cimdata

Wer den Einstieg in die Welt von UX und UI sucht oder vorhandene Designkenntnisse professionalisieren möchte, findet in der UX/UI-Designer:in Weiterbildung der cimdata Bildungsakademie ein umfassendes und praxisorientiertes Qualifizierungsangebot.

Das Kurspaket umfasst 24 Wochen und vermittelt alle wichtigen Kompetenzen für die moderne digitale Produktgestaltung.

Was Teilnehmende lernen

Die Weiterbildung deckt den gesamten Designprozess ab – von der ersten Idee bis zum produktionsreifen Designsystem.

Zu den Schwerpunkten gehören:

  • User Experience Design

  • User Interface Design

  • Usability und Barrierefreiheit

  • Design Thinking

  • Agile Methoden und SCRUM

  • Prototyping

  • Designsysteme

  • Animationen und Interaktionen

  • KI-gestützte Designprozesse

  • Figma

  • Adobe Photoshop


Besonders interessant: Moderne KI-Technologien werden nicht als Zusatzthema behandelt, sondern gezielt in den Designprozess integriert.

Die Inhalte der Weiterbildung im Überblick


Usability & User Experience – Prototyping und Barrierefreiheit

Hier lernen Teilnehmende:

  • Grundlagen von UX und Usability

  • Nutzerzentrierte Gestaltung

  • Design Thinking

  • Agile Projektmethoden mit SCRUM

  • Barrierefreie digitale Produkte


Adobe Photoshop Basics – Fotodesign

Neben klassischen Bildbearbeitungstechniken werden moderne KI-Funktionen vermittelt:

  • Freistellen und Transformieren

  • Generative Füllung

  • Generatives Erweitern per Texteingabe

  • KI-gestützte Bildbearbeitung mit Adobe Firefly


Figma I – Einführung in UI-Design und Prototyping

Schwerpunkte:

  • UI-Design Grundlagen

  • Klickbare Prototypen

  • UI-Kits und Standards

  • KI-Funktionen in FigJam und Figma

Figma II – Animation und fortgeschrittenes Prototyping

Teilnehmende lernen:

  • Responsive Design

  • Smart Layouts

  • Animationen

  • Variablen

  • KI-gestütztes Prototyping


Figma III – Design-Systeme und Development Workflows

Themen:

  • Zusammenarbeit von Design und Entwicklung

  • Libraries

  • Komponenten

  • Design-Systeme

  • Interaktionen und Animationen


UX für KI-gesteuerte Systeme (AIX)

Ein besonders zukunftsorientierter Bereich:

  • KI für Designer:innen

  • Artificial Intelligence Experience (AIX)

  • UX für KI-Anwendungen

  • Figma Make

  • Cursor

  • Vibe Coding

Für wen eignet sich die Weiterbildung?

Die Weiterbildung richtet sich an Menschen mit:

  • gestalterischem Hintergrund

  • technischem Interesse

  • Erfahrungen im Marketing

  • Interesse an Webdesign

  • Interesse an digitalen Produkten

  • Wunsch nach beruflicher Neuorientierung


Auch Quereinsteiger:innen können von der praxisnahen Vermittlung profitieren.

Lernen mit cimdata: Flexibel und praxisnah

Die Weiterbildung bietet zahlreiche Vorteile:

  • 100 % Live-Unterricht mit erfahrenen Dozent:innen

  • Teilnahme von zu Hause oder in einem cimdata Lerninstitut

  • Kostenlose Hard- und Software

  • Modulare Kursstruktur

  • Praxisorientierte Inhalte

  • Regelmäßiger Einstieg alle vier Wochen

  • Fördermöglichkeiten über Bildungsgutschein

  • Unterstützung durch Karriereservice und Beratung

Fazit: UX und UI sind zwei Seiten derselben Medaille

Der Unterschied zwischen UI und UX lässt sich einfach zusammenfassen:

UX beschreibt das Nutzererlebnis, UI die sichtbare Benutzeroberfläche.

Beide Bereiche arbeiten eng zusammen und sind entscheidend für den Erfolg digitaler Produkte. Unternehmen investieren zunehmend in nutzerzentrierte Gestaltung, weshalb qualifizierte UX/UI-Designer:innen gefragter sind denn je.

Gleichzeitig verändern KI-Technologien die Arbeitsweise von Designern nachhaltig. Wer moderne Designmethoden mit KI-Kompetenzen kombiniert, schafft beste Voraussetzungen für eine Karriere in einer der spannendsten Zukunftsbranchen.

Die UX/UI-Designer:in Weiterbildung bei der cimdata Bildungsakademie vermittelt genau diese Kombination aus Nutzerverständnis, Designkompetenz, Figma-Know-how und KI-gestützter Produktentwicklung – und bereitet Teilnehmende praxisnah auf die Anforderungen moderner Digitalprojekte vor.

Autor:in

Laura Güttler

Laura startete 2023 bei cimdata während ihres Studiums der Sozialen Arbeit als Teamassistentin und wechselte ein Jahr später ins Marketing.

Heute arbeitet sie als Online Marketing Managerin mit Fokus auf Website-Inhalte und zielgruppengerechte Kommunikation.

Durch ihre pädagogische Erfahrung und regelmäßige Recherche zu Job- und Karrierethemen – u. a. auf Basis von Daten der Bundesagentur für Arbeit – bereitet sie Inhalte verständlich und praxisnah auf.

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